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Stand: 07.04.2020

Pressemitteilung

Freiwillige gesucht

„Ich mach was aus meiner Zeit!“

Zehn Jahre Bundesfreiwilligendienst (BufDi) sind ein Grund zu feiern. Seit seiner Einführung am 01. Juli 2011 engagieren sich Menschen aller Generationen und Nationalitäten neben dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in zahlreichen Einsatzstellen. Wie spannend, bunt und abwechslungsreich freiwilliges Engagement ist, davon erzählen Tom Gies, FSJler bei Caritas Pflege und Betreuung und Quynh Huong Nguyen, Bufdi im Hospiz St. Barbara. Anlässlich des Jubiläums bedankte sich der Caritasverband Hochtaunus bei ihnen mit einem kleinen Blumengruß. Auch stellvertretend für die vielen Freiwilligen, die die Einrichtungen und Dienste in den vergangenen Jahren unterstützt haben.

"Früher hätte ich mir nicht vorstellen können, wie viel Freude es macht, morgens aufzustehen, wenn ein Arbeitstag beginnt", beschreibt Tom Gies sein aktuelles Gefühl. Ein Arbeitstag im Fahr- und Begleitdienst bedeutet, mit dem weißen Auto unterwegs zu sein, um Menschen zu unterstützen, die allein nicht mehr so mobil sind. Begleitung beim Einkauf oder selbst einkaufen mit einem Einkaufszettel, zum Arzt oder zur Physiotherapie fahren, spazieren gehen und vor allem zuhören und reden, zählt Gies seine täglichen Aufgaben auf. "Das wird nicht langweilig, weil jeder Mensch anders ist", staunt er. Eigentlich wollte Gies die Zeit nur als Überbrückung zwischen Schulabschluss und Ausbildung nutzen. Mittlerweile kann er sich vorstellen, auch nach dem offiziellen Ende des Freiwilligen Sozialen Jahres im Caritasverband aktiv zu sein.

Einen ganz anderen Hintergrund gab es bei Quynh Huong Nguyen, die 12 Monate Bundesfreiwilligendienst im Hospiz St. Barbara in Oberursel leistet. "Ich wusste nicht genau, was ich beruflich im Leben tun will. Jetzt ist mir klar, ich möchte im medizinisch-pflegerischen Bereich bleiben. Durch die Kontakte, die ich knüpfen konnte, habe ich einen Ausbildungsplatz in Frankfurt gefunden". Nguyen kam aus Vietnam und hat vieles aus der deutschen Kultur kennengelernt. "Der Umgang mit Tod und Sterben ist mir anfangs nicht leichtgefallen. Aber das Hospiz ist ein lebendiges Haus und wenn die Gäste mich angelächelt haben, war das ein sehr schöner Moment", bekräftigt sie.

Vom Einsatz profitieren alle: Viele Freiwillige kommen in den Einsatzstellen mit Lebensbereichen in Kontakt, die sie sonst vielleicht nie kennengelernt hätten. Hier werden Erfahrungen gesammelt und Kompetenzen gestärkt. Ein Freiwilligendienst bietet auch die Möglichkeit, die Fachholschulreife nachzuholen und damit Qualifikationen für Studium und Beruf zu erwerben. In den Einsatzstellen unterstützen Freiwilligendienstler*innen bei den täglichen Aufgaben der Dienste und Angebot, bringen frische Impulse und im Ü29-Dienst Lebens- und Berufserfahrung ein.

Der Caritasverband Hochtaunus bietet Einsatzstellen für das Freiwillige Soziale Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst in unterschiedlichen Einrichtungen an. Neben dem Mobilen Sozialen Dienst von Caritas Pflege und Betreuung und dem Hospiz St. Barbara ist auch die Caritas Kindertagesstätte St. Franziskus an Bewerbungen interessiert. Die aktuellen Stellenausschreibungen sind zu finden unter https://www.caritas-hochtaunus.de/aktuelles/stellenangebote/jobboerse/jobs.aspx

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