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Stand: 31.08.2017

Pressemitteilung

Jahreshauptversammlung des Förderkreises Sozialstation Oberursel

Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder des Förderkreises der Sozialstation Oberursel, um sich über die aktuellen Geschehnisse und Veränderungen in der Einrichtung berichten zu lassen. Im Mittelpunkt stand diesmal das 40-jährige Jubiläum der Caritas Pflege und Betreuung Hochtaunus. Denn seit 40 Jahre gibt es die Sozialstation Oberursel in der Trägerschaft der Caritas. Bereits kurz nach der Inbetriebnahme wurde der Förderkreis gegründet. Dessen Gründungsmitglieder hatten sich den Zweck gegeben, Gelder zu sammeln und zu spenden, um die Arbeit vor Ort zu unterstützen. Sie wollten den Spielraum schaffen, auch da hilfreich tätig zu werden, wo es keinen Kostenträger gibt.

Das Treffen bot also eine gute Gelegenheit, einen Blick auf die Anfänge zu werfen, die Maria Kraus, Abteilungsleitung Alten- und Gesundheitshilfe in launigen Worten skizzierte. So berichtete sie etwa von der ersten Sozialstation mit vier Mitarbeiterinnen, die im St. Hedwigsweg untergebracht war. Schon bald zog man in das ehemalige Stadthaus am Hollerberg um. Die Zahl der Pflegekräfte war inzwischen auf sieben angestiegen, ihr Einsatzgebiet umfasste alle Oberurseler Stadtteile.

Heute sind mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit über 30 Autos und fünf E-Bikes im Einsatz. Täglich werden allein am Standort Oberursel rund 250 Klienten betreut. Vor gut einem Jahr fusionierten die Sozialstationen Oberursel und Königstein zu "Caritas Pflege und Betreuung Hochtaunus". Alexandra Nawin, Leiterin der Einrichtung, schloss gemeinsam mit Ihrer Leitungskollegin Edeltraut Lintelow mit einer Präsentation zu dieser Entwicklung thematisch an die Schilderungen von Maria Kraus an. "Es war durchaus eine Herausforderung, alle Abläufe an beiden Standorten zu prüfen, zu vereinheitlichen und gleichzeitig den individuellen Notwendigkeiten Rechnung zu tragen", führt sie aus. Dabei waren es gerade Gründe wie größere Flexibilität und das bessere Eingehen auf die Bedürfnisse der Klienten, die zu der Entscheidung eines Zusammenschlusses geführt hatten. Edeltraut Lintelow ergänzt: "Wir sind stolz und glücklich, dass wir zusätzliche Mitarbeiter einstellen konnten. So sind zurzeit alle Planstellen besetzt".

Diese Erfolgsmeldung griff Dr. Müllerleile, ehemaliger Stadtverordnetenvorsteher Oberursel und seit vielen Jahren Mitglied im Förderkreis, gern auf. In einem Impulsreferat "Wieviel Pflege können vs. müssen wir uns leisten" warf er einen sozialpolitischen Blick auf die ökonomische Seite der Pflege. "Wir müssen uns die Pflege leisten, die individuell notwendig ist. Haupt- und Ehrenamt müssen Hand in Hand gehen, Arbeitsbedingungen und Vergütung müssen passen, damit, wie in Oberursel, die Pflegekräfte im Beruf bleiben", führte er unter Applaus aus. Seine Erwartung, als Mitglied des Förderkreises würde er später besonders gut gepflegt werden, beschied Edeltraud Lintelow aber eher abschlägig: "Wir pflegen jeden Menschen mit gleich guter Qualität und Engagement, unabhängig von einer Mitgliedschaft", erwiderte sie lachend. "Doch der Förderkreis für uns sehr wichtig, damit wir das kleine Stück Menschlichkeit mehr machen können, für das es keine Vergütung gibt."

In seinen abschließenden Grußworten lobte Stadtrat Christof Fink die gute Zusammenarbeit mit dem Caritasverband: "Wir sind stolz darauf, für unsere älteren Bürgerinnen und Bürger ein solch‘ attraktives Angebot vorhalten zu können." Die Stadt Oberursel stellt den Vorsitz im Beirat, dem außerdem Vertreterinnen und Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche, des Diakonischen Werkes und der Ärzteschaft Oberursels angehören.

Mit einem spritzigen Ausklang und interessanten Gesprächen endete der Nachmittag.

Der Förderkreis der Sozialstation zählt zurzeit 221 Mitglieder. Neue Mitglieder, die die Arbeit des Vereins und der Einrichtung unterstützen möchten, sind jederzeit herzlich willkommen. Eine Jahresmitgliedschaft gibt es bereits ab 60,- Euro. Wenden Sie sich gern an die Einrichtungsleitungen der Caritas Pflege und Betreuung.

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